WS07 MOC 2017

MOC 2017 – 9. Workshop zur Deklarativen Modellierung und effizienten Optimierung komplexer Probleme

– Call for Papers –

Die derzeitigen Entwicklungen und Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft (Stichworte: Digitalisierung/ Digitale Transformation) stellen enorme Anforderungen an die Informatik und Wirtschaftsinformatik. Nur durch die aktiv getriebene Weiterentwicklung und den gezielten Einsatz von IT-Technologien, -verfahren und -methoden können wir es schaffen, uns den Herausforderungen unserer Zeit erfolgreich zu stellen und nachhaltige, zielkonforme, wirtschaftliche Lösungen zu entwickeln. Beispieldomänen hierfür sind das agile Management (lokal und global) bei sich ändernden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das flexible Steuern und Überwachen großer Verkehrs- und -versorgungsnetze, das Schaffen und Betreiben agiler effizienter Unternehmensverbünde und die Energiewende. Wesentliche Aspekte hierfür sind „agilitätsbegünstigende“ und validierbare Modellierung sowie die Optimierung von Prozessen und die Planung und Steuerung von effizienten und nachhaltigen Ressourcennutzungen.
Eine der großen Herausforderungen besteht darin,  dass die zu behandelnden Aufgabenstellungen aufgrund Ihrer rasant gewachsenen Größe (z.B. durch Internet of Things) und steigender Komplexität immer schwerer beherrschbar sind. Viele Anwendungsfälle – z.B. in der Logistik, im Zuliefernetzmanagement und beim Infrastrukturmanagement – verlangen gute oder gar „optimale“ Lösungen innerhalb kürzester Zeit und darüber hinaus oft die Möglichkeit zur flexiblen Interatkion und Adaption.

Der Workshop adressiert daher insbesondere Aspekte der Modellierung, der Optimierung und der Simulation komplexer Systeme im o.g. Sinne. Ein weiterer Aspekt ist die Auswertung großer Datenmengen (Big Data/ Smart Data) zur „optimalen Steuerung“ von modellierten Prozessen und/ oder von Ressourceneinsätzen. Besonderes Interesse (nicht ausschließlich) besteht dabei an Verfahren, Ansätzen und Konzepten, die neben Effizienz auch Deklarativität und Interaktivität bei der Behandlung von Simulations- und Optimierungsproblemen gewährleisten beziehungsweise befördern.

Beiträge können insbesondere (aber nicht ausschließlich) zu folgenden Themen eingereicht werden:

  • Weiterentwicklung und Einsatz von Methoden und Verfahren der mathematischen und auch der stochastischen Optimierung, des Operations Research, der Künstlichen Intelligenz, z. B. Such- und lokale Optimierungsverfahren, der Logik und der Constraint-Programmierung sowie deren hybride Kombination,
  • neue, erweiterte oder alternative Programmier- und Modellierungsaspekte, z.B. mittels domänenspezifischer Sprachen oder mit Multiparadigmen-Ansätzen,
  • Konzepte, Anwendungen und Systeme, z.B. Planungs- und Konfigurationstools sowie Management-, Entscheidungsunterstützungs- und Steuerungssysteme, interaktive Simulations- und Optimierungssysteme zur Unterstützung von Nutzern bei operativen und/oder strategischen Entscheidungen, z.B. durch Simulation und Bewertung von „was- wäre-wenn“-Szenarien oder durch Anbieten von alternativen Lösungen,
  • Kombination von (Big)-Data-Analytics mit Planungs-, Optimierungs- und Managementansätzen (z.B. bei predictive maintainance applications),
  • Aspekte zur Schaffung agilitätssichernder effizienter Prozesse durch geeignete Digitale Transformation,
  • Selbstorganisation/-optimierung in der Industrie 4.0.

Der Workshop soll Fachleuten, Anwendern und Interessierten die Möglichkeit zum Austausch und zur Diskussion von Ideen, Ansätzen, Verfahren und Problemlösungen geben, um idealerweise Grundlagen, Impulse und Ideen für zukünftige Forschungs- und Anwendungsaktivitäten zu entwickeln.

Neben der Einreichung von Beiträgen in „voller Länge“ (bis max. 14 Seiten) können auch Kurzbeiträge (bis max. 6 Seiten) eingereicht werden, die dann in Form von kurzen Impulsbeiträgen vorgestellt werden sollen. Ebenfalls willkommen sind kurze Zusammenfassungen studentischer Arbeiten, die dann in der Studierenden-Session des Workshops vorgestellt werden sollen. Für die geplante Brainstorming-Session können Max-One-Page-Papers eingereicht werden, in denen Herausforderungen/ Problemstellungen und ggf. erste Ideen skizziert werden können – als Grundlage für einen gemeinsamen Brainstormingprozess.

Einreichung von Beiträgen

Einreichungen von Beiträgen zum Workshop sollen sowohl neue oder erweiterte Verfahren, neue oder alternative Methoden als auch innovative Konzepte und Anwendungen adressieren. Großes Interesse besteht auch an der synergetischen Kombination von Methoden und Techniken aus unterschiedlichen Bereichen im Sinne hybrider Ansätze, die dabei, ggf. unter Einbeziehung einer hochinteraktiven Anwendersteuerung, Grundlagen für die Simulation, Optimierung und Lösung hochkomplexer realer Anwendungsprobleme liefern. Ebenfalls willkommen sind Einreichungen, die Herausforderungen, Ansätze, Konzeptideen etc. im Kontext der digitalen Transformation von Prozessen, Unternehmen und Unternehmensnetzen adressieren. Weiterhin von Interesse sind Berichte über abgeschlossene, geplante oder laufende Projekte mit Bezug zum Workshopthema, über studentische Arbeiten und Beiträge für die Brainstorming-Session.
Deutsch- oder englischsprachige Beiträge können über ConfTool eingereicht werden (Details folgen in Kürze).
Autoren richten sich bitte nach den LNI-Autorenrichtlinien. Diese sind zwingend einzuhalten.
Der Umfang eines Workshopbeitrags sollte für Kurzbeiträge maximal 6 Seiten betragen, für Langbeiträge maximal 14 Seiten und für Brainstorming-Session-Beiträge maximal eine Seite (LNI-Format).

Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Es wird erwartet, dass sich mindestens einer der Autoren eines angenommenen Beitrags zur Informatik 2017 anmeldet und den Beitrag auf dem Workshop präsentiert.

Termine

Einreichung von Workshop-Beiträgen: 30. April 2017
Benachrichtigung über Annahme/Ablehnung: 15. Mai 2017
Einreichung der fertigen Druckvorlagen: 18. Juni 2017

Organisation

Programmkomitee

  • Christoph Beierle, FernUniversität Hagen
  • Ulrich Geske, Universität Potsdam
  • Hans-Joachim Goltz, Fraunhofer FOKUS, Berlin
  • Petra Hofstedt, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
  • Walter Hower, Hochschule Albstadt-Sigmaringen
  • Ulrich John, Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur, Berlin
  • Andreas Kmoch, Toll Collect
  • Georg Ringwelski, Hochschule Zittau/Görlitz
  • Dietmar Seipel, Universität Würzburg
  • Armin Wolf, Fraunhofer FOKUS, Berlin