WS19 HAXS

HPC-Anwendungsentwicklung für komplexe Simulationen

Die Anwendungsentwicklung im Bereich wissenschaftliches Rechnen steht heutzutage vor verschiedenen Herausforderungen: Stetig komplexer werdende Problemstellungen bei natur- und ingenieurwissenschaftlichen Simulationen führen dazu, dass die Entwicklung und der Einsatz monolithischer Anwendungsprogramme vermehrt an Grenzen stößt. Mit der Fortentwicklung von High Performance Computing (HPC) Systemen geht zudem eine starke Zunahme an Hardwarekomplexität, Parallelität und Heterogenität einher, die oft nur sehr aufwändig durch klassische Entwicklungs- und Implementierungsansätze zu beherrschen ist. Gleichzeitig gewinnen nichtfunktionale Anforderungen, wie Flexibilität, Wiederverwendbarkeit, Portabilität und Effizienz (nicht nur bzgl. Rechenleistung sondern bspw. auch Energieverbrauch), weiter an Bedeutung.

Ziel des Workshops ist es, einen Einblick in aktuelle Methoden und Werkzeuge der Anwendungsentwicklung im wissenschaftlichen Rechnen zu geben. Der Schwerpunkt soll dabei auf komplexen Simulationsanwendungen liegen, die sich aus verschiedenen, auch unabhängig voneinander entwickelten, Programmteilen zusammensetzen. Von besonderem Interesse sind hierbei methodische oder softwaretechnische Vorgehensweisen zur Zusammensetzung bzw. Integration unabhängiger Programmteile in problemspezifische Anwendungsprogramme. Weitere Schwerpunkte bilden die effiziente Nutzung von modernen HPC-Systemen durch Parallelverarbeitung und andere methoden- oder plattformspezifische Anpassungen. Die vorgestellten Anwendungsbeispiele können von überwiegend grundlagenorientierten Bereichen (z.B Naturwissenschaften) bis hin zu eher praxisnahen Bereichen (z.B. Ingenieurwissenschaften bzw. Industrieanwendungen) stammen.

Willkommen sind Einreichungen zu den oben genannten Schwerpunkten. Diese können sowohl allgemeine methodische Ansätze und Konzepte (möglichst mit praktischem Hintergrund) als auch konkrete praxisbezogene Vorgehensweisen umfassen. Ebenfalls willkommen sind Berichte über abgeschlossene, geplante oder laufende Projekte mit Bezug zum Workshopthema.

Termine

  • Einreichung von Beiträgen: bis 30.04.2017
  • Entscheidung über die Annahme: bis 15.05.2017
  • Einreichung der druckfähigen Version: bis 30.06.2017

Informationen zur Einreichung

  • Beiträge können in deutscher oder englischer Sprache verfasst werden.
  • Es können Langbeiträge (8–12 Seiten) und Kurzbeiträge (4–6 Seiten) eingereicht werden (jeweils inklusive Referenzen und Anhängen).
  • Es sind die LNI-Formatvorlagen der GI zu verwenden: https://www.gi.de/service/publikationen/lni/autorenrichtlinien.html
  • Die Einreichung erfolgt über das Konferenzmanagement-System (ConfTool) der INFORMATIK 2017: https://www.conftool.pro/informatik2017
  • Für angenommene Beiträge wird erwartet, dass mindestens ein Autor/eine Autorin am Workshop teilnimmt und den Beitrag präsentiert. Hierzu ist eine Anmeldung zur INFORMATIK 2017 erforderlich.

Organisation

Dr. Michael Hofmann, Technische Universität Chemnitz
Dr. Ivo Kabadshow, Forschungszentrum Jülich GmbH
PD Dr. Matthias Korch, Universität Bayreuth
Dr. Hans Wulf, Technische Universität Chemnitz