WS04 CDG – Competence Developing Games

Seit Jahren wird unter den Begriffen Gamification oder Serious Games die Frage diskutiert, wie (Computer-)Spiele dazu eingesetzt werden können, um beispielsweise die Effektivität zum Beispiel von Prozessen zu steigern. Die wissenschaftliche Untersuchung dieses Themas ist noch nicht abgeschlossen. Dies belegt die Tatsache, dass derartige Spiele noch keinen breiten Einzug in die betriebliche Praxis gefunden haben. Mit dem Begriff der Competence Developing Games (CDG) soll diese Diskussion nun auf einem breiteren Feld und unter Einbeziehung von neuen und bislang unberücksichtigten Aspekten geführt werden. Theoretische Konzepte und Modelle sind dabei ebenso wichtig wie ganz individuelle und praktische Erfahrungen. Dabei umschließt der Überbegriff CDG nicht nur videospielbasierte Methoden, sondern jede Art von Bildungsmaßnahmen die spielbasiert durchgeführt werden und einen Kompetenzerwerb der spielenden Person(en) zum Ziel hat. Dazu zählen u. a. der Einsatz von Gamification, Serious Games, Planspiele, Brettspiele, Edutainment-Spiele, etc., solange der Spielzweck im Kompetenzerwerb der Spieler liegt. Klassische E-Learning Angebote, sofern sie nicht um spielerischen Aspekten angereichert worden sind, zählen hingegen nicht als CDG, da es sich nicht um Spiele im klassischen Sinne handelt.

Im Workshop sollen nicht nur neue Konzepte, Theorien, oder praktische Erfahrungen vorgestellt werden, sondern auch ein gemeinsames Verständnis darüber erarbeitet werden, wie die vorgestellten Beiträge inhaltlich und methodisch zusammenhängen. Ziel ist eine wissenschaftlich sowie praktisch Betrachtungsweise der Spieltypen, die durch den Überbegriff CDG gebündelt werden.

Der Workshop enthält einen Theorie- und einen Praxisteil. Der Theorieteil bietet Raum für Beiträge über neue Theorien, Modelle, Frameworks, Studienergebnisse, Modellierungs- und Entwicklungsansätze, Evaluationen etc. Im Praxisteil soll hingegen ein Eindruck über aktuelle und praktische CDG-Ansätze vermittelt werden. Hier bietet sich die Möglichkeit, konkrete Spiele vorzustellen. Dabei sind auch durchaus Beiträge zu Spielen erwünscht, wenn sich diese noch in einem Prototypen-Zustand befinden.

Termine

  • Einreichung von Beiträgen: verlängert bis 21.05.2017
  • Entscheidung über die Annahme: bis 15.06.2017
  • Einreichung der druckfähigen Version: bis 30.06.2017

Beiträge

Theoretische Beiträge

  • Theoretische Beiträge sollten neuartige Theorien, Modelle, Methoden, Evaluationsergebnisse, etc. aus dem Bereich der Competence Developing Games beinhalten.
  • Theoretische Beiträge sollten maximal 10 Seiten umfassen und auf Deutsch verfasst sein. Ein Beitrag in englischer Sprache ist ggf. ebenfalls möglich.

Praktische Beiträge (CDG-Prototypen)

  • Praktische Beiträge sollen sich direkt auf einen konkreten CDG-Prototyp beziehen.
  • Der Prototyp kann sich noch in der Entwicklung befinden oder bereits vollständig umgesetzt sein. Er sollte jedoch in jedem Fall probegespielt werden können.
  • Der Prototyp sollte einzigartige Aspekte aufweisen, der ihn von marktüblichen Konzepten differenziert.
  • Jeder angenommene Prototyp soll auf dem Workshop in Präsentationsform vorgestellt werden.
  • Jeder angenommene Prototyp soll auf dem Workshop probegespielt werden können. Die notwendigen Voraussetzung und der erforderliche Zeitrahmen werden nach der Annahme individuell festgelegt.
  • Praktische Beiträge sollten maximal 5 Seiten umfassen und auf Deutsch verfasst sein. Ein Beitrag in englischer Sprache ist ggf. ebenfalls möglich.

Vorgaben für beide Beitragstypen

  • Beiträge müssen in der LNI-Formatvorlage verfasst werden, da die Beiträge im Tagungsband der GI-Jahrestagung erscheinen.
  • Beiträge können nur über das ConfTool der INFORMATIK 2017 Konferenz eingereicht werden.
  • Beiträge müssen während des Workshops von mindestens einem Autor vorgestellt werden.
  • Workshopteilnehmer müssen für die INFORMATIK 2017 Konferenz angemeldet sein.

Organisation

Martin R. Wolf, FH Aachen (ITOM)
Johannes König, FH Aachen (ITOM)

Programmkomitee

Bjoern Bartholdy, TH Köln
Gundolf S. Freyermuth, TH Köln
Ingrid Isenhardt, RWTH Aachen
Laura Lenz, RWTH Aachen
Susanne Mütze, RWTH Aachen
Stefanie Pakura, Universität Hamburg
Friedrich Trautwein, DHBW
Rüdiger Zarnekow, TU Berlin