WS43 Qualitative und quantitative Ansätze in der Usability-Forschung

Der Erkenntnisgewinn empirischer Evaluationsstudien ist unumstritten. Sie liefern forschungsbasierte Grundlagen für Annahmen im Designprozess, sie helfen, die Lücke zwischen Präferenzen von Entwicklern einerseits und realen Nutzern andererseits zu verkleinern. Das gilt sowohl für quantitative als auch für qualitative Forschungsansätze. Letztere liefern insbesondere Werkzeuge für das Design von ‚in the wild‘-Studien, die oft (nicht ganz zu Unrecht) wegen des hohen damit verbundenen Aufwands nicht durchgeführt werden.

Das DFG-Graduiertenkolleg CrossWorlds (www.crossworlds.info) hat den Multitouch-Tabletop Comfortable entwickelt, der inzwischen als fester Bestandteil der Dauerausstellung im Industriemuseum Chemnitz beheimatet ist und jeden Tag zahlreiche echte Nutzer anzieht. Dieser Kontext bietet die Möglichkeit, ‚in the wild‘-Studien relativ komfortabel zu organisieren und mit verschiedenen Anwendungen und Iterationsstufen durchzuführen. Gleichzeitig sind durch das variable Interface ‚klassische‘ Usability-Studien mit verschiedenen Foci möglich.

Im Workshop möchten wir in Form von Impulsvorträgen Methoden, Erfahrungen und Ergebnisse vorstellen. Dazu laden wir Wissenschaftler ein, die sich mit ähnlichen Gegenständen beschäftigen und Methodenwissen teilen möchten. Nach der Mittagspause unternehmen wir eine Exkursion ins Industriemuseum, um verschiedene Erhebungsdesigns erfahrbar zu machen und zu vermitteln, welche Aspekte bei der Erhebung zu bedenken und zu kalkulieren sind. Mit diesen Erfahrungen werden wir am Nachmittag wieder zusammenkommen, um die angerissenen Methoden strukturiert zu diskutieren und idealerweise Ansätze zur Weiterentwicklung zu identifizieren.

Beiträge

Für die erste Hälfte des Workshops am Vormittag freuen wir uns über Beiträge aus der Forschungspraxis verschiedener Disziplinen. Die Präsentation laufender Projekte ist ebenso möglich wie die Präsentation von Ergebnissen abgeschlossener Studien. Schwerpunkt der Vorträge sollte das Erhebungsdesign sein. Aus dem Abstract (200 bis max. 500 Wörter) sollen Gegenstand, Forschungsfrage und methodischer Ansatz hervorgehen. Es sind verschiedene Vortragsformate möglich, als Mindestumfang sind 15 min Vortrag + 15 min Anschlussdiskussion vorgesehen. Sie können Ihren Beitrag hier einreichen: https://www.conftool.pro/informatik2017/

Frist für die Einreichung von Vorträgen: 30. April 2017

Zusätzlich möglich ist die Veröffentlichung Ihres Beitrages im Tagungsband (Kurzbeitrag, 6 Seiten), dafür gelten die vom Veranstalter vorgesehenen Fristen:

Einreichung von Beiträgen: bis 30. April 2017
Entscheidung über die Annahme: bis 15. Mai 2017
Einreichung der druckfähigen Version: bis 30. Juni 2017

Organisation

Ingmar Rothe (Mail)

Benedikt Etzold (Mail)