WS15 Modellierung4DH

Modellierungsfragen in den Digitalen Geisteswissenschaften

[voraussichtlich am Freitag, den 29.09.]

Modellierungsfragen sind immer ein kritischer Erfolgsfaktor für Projekte in den Digitalen Geisteswissenschaften. Die zugrundeliegenden Herausforderungen zeigen sich beispielsweise bei Digitalen Edition, Dokumentation von Kulturgut, digitaler Denkmalpflege, Kunst- und Architekturgeschichte, bei Anwendung und Umsetzungen von Standardformaten oder bei der Herstellung von Interoperabilität und bei der Nachnutzbarkeit. Hierzu soll der Workshop Forschenden aus den Geisteswissenschaften, den Digital Humanities und der Informatik ein Forum für den fachlichen Austausch bieten. Der Workshop wird gemeinsam getragen von den Arbeitsgruppen des Verbands „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum“ (DHd e.V.). Mögliche Beiträge können etwa konkrete Modellierungsfragen aus Fachdomänen, das methodische Vorgehen oder Regeln für die Nutzung und Weiterentwicklung von Standards adressieren. Die folgende Liste versteht sich dabei nur als Aufzählung von Beispielen und keineswegs als abschließend:

  • Modellierung, Verarbeitung und Sammlung geisteswissenschaftlicher Daten
  • Modellierung von Text (baumstrukturiert, graphbasiert)
  • Anreicherung und Kontextualisierung von Forschungsdaten
  • Modellierung domänenspezifischer und ggf. widersprüchlicher Perpektiven
  • Erfassung der (Wissens-)Unschärfe einer Modellierung bzw. Rekonstruktion
  • Modellierung von Dokumentkollektionen
  • Vernetzung und Zusammenführung von Forschungsdatensammlungen
  • Modellierung fachübergreifender, ggf. generischer Sichten auf geisteswissenschaftliche Daten
  • Forschungsdaten im Kontext des Semantic Web
  • Modellierung von Workflows in den DH
  • Unterstützung von Modellierungsaufgaben geisteswissenschaftlicher Experten
  • Versionen, Referenzen und Aggregation
  • Modellierung provenienzbezogener Informationen
  • Prozesse der digitalen 3D-Rekonstruktion und ihre Übersetzung in ein Datenmodell
  • CIDOC CRM, kontrollierte Vokabulare und eigene Lösungswege für die Disambiguierung
  • Auswertbarkeit und der Mehrwert von Datenmodellen

Termine für die Einreichung von Beiträgen:

Im Hinblick auf die Termine und die Modalitäten zur Einreichung gelten die übergreifenden Regelungen. Insbesondere:

  • verlängert bis 14.05.2017 – Einreichung von Beiträgen
  • 31.05.2017 – Entscheidung über die Annahme
  • 30.06.2017 – Einreichung der druckfähigen Version

Einreichungen erfolgen über https://www.conftool.pro/informatik2017/

Beiträge in deutscher oder englischer Sprache sind willkommen. Folgende Formate sind vorgesehen:

  • Langbeitrag (regulärer Vortrag):  10 – 12 Seiten
  • Kurzbeitrag (kurzer Vortrag):  5 – 6 Seiten

Es sind die LNI-Formatvorlagen der GI zu verwenden (siehe http://informatik2017.de/programm/workshops/). Die Veröffentlichung der akzeptierten Beiträge erfolgt im Konferenzband der INFORMATIK 2017.

Organisation

Prof. Dr. Andreas Henrich, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Medieninformatik
Georg Hohmann M.A., Deutsches Museum
Dr. Sabine Bartsch, Technische Universität Darmstadt, Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft
Prof. Dr.-Ing. Piotr Kuroczyński, Hochschule Mainz, Angewandte Informatik und Visualisierung im Bauwesen

Programmkomitee

Im Programmkomitee wirken neben den Organisatoren mit:

Prof. Dr. Burkhard Freitag, Informationsmanagement, Universität Passau
Prof. Dr. Günther Görz, Arbeitsgruppe Digital Humanities, Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Gerhard Heyer, Automatische Sprachverarbeitung, Universität Leipzig